In der Rückschau: DAX im Februar 2015

Für alle Börsianer gab es im Februar 2015 nur Feiertage. Denn der DAX steigt und steigt. Nein, der DAX steigt nicht im Februar sondern seit Januar 2015 rast der DAX nach oben. Ein einfaches Beispiel. Wer sich im Januar für 100 Euro eine durchschnittliche DAX – Aktie kaufte, der hat nun problemlos innerhalb eines Jahres einen Reingewinn von 20 Euro also ungefähr haben sich die 100 Euro auf 120 Euro vermehrt. Und eine Jahresrendite von 20% ist nicht zu verachten. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Denn egal was passiert, Griechenland Krise oder Ukraine Problematik, der DAX steigt. Der Euro verfällt und der DAX steigt. Und dann gab es noch eine Goldkrise in der Schweiz und die USA streiten über Zinspolitik. Aber auch das tut dem DAX nicht weh. 10700 war der Stand beim Start in den Februar 2015. Und Ende Februar waren wir schon bei 11401. Das ist auch bemerkenswert, weil die Ausflüge im Jahr 2014 über die 10000 Punkte Marke erfolglos blieben. Aber wie im Lehrbuch, nach drei Ausbruchsversuchen nach oben über die 10000 Punkte Marke rannte der DAX auch gleich über die 11000.
Seit Oktober fragt sich jeder Börsianer: Jeden Tag mehr aufstocken und dabei beim Express in den Erfolg sein oder wird es morgen einen Crash geben, denn der DAX ist viel zu teuer. Aber auch die andere Seite klingt logisch, was sollte den DAX noch bremsen, wenn der Frankencrash nicht mal Spuren hinterlassen hat oder der Rubelverfall. So schauten die Börsianer vor allem in die USA. Denn das Damoklesschwert heißt immer noch: Deflation. Und so pendelt der DAX immer dann massiv, wenn diskutiert wird, wird Amerika die Zinsen anheben oder unten lassen. Und jedes mal wenn solche Diskussionen über Politiker in die Öffentlichkeit getragen wurden, danach schwankten Devisen und der DAX. Obwohl das niemals beweisbar ist, was nun die Kurse treibt, so sind alle Fachleute sicher, dass die EZB die Verantwortung für die Hausse trägt. Denn immer wenn Draghi spricht, dann schnellen die Kurse nach oben. Und so hat der unbeteiligte Beobachter den Eindruck, so lange Europa alle Kredit aufkauft wird es uns gut gehen und wir lassen die Aktien steigen. Und so wundert es uns auch nicht, dass vor allem die Banken die Gewinner der Hausse waren. Versorger und andere defensive Titel liefen nicht so gut, was ja auch zu erwarten ist. Denn der Ölpreis ist im Keller und das macht den Versorgern keine Freude. Auch die Autoindustrie jubelte im Februar über die Aktienkurse. Nur bei den Lebensmittelfirmen gab es nur kleine Zuwächse. Und so befürchten die Börsianer, dass ein Nachlassen vom Konsum in Europa dem DAX doch noch einen Dämpfer geben könnte.

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