Der Dax im Juli 2014 und warum es nach unten ging

Warum war der Juli 2014 im Aktienmarkt besonders schwach? Ausschlaggebend war der beinahe Zusammenbruch einer Bank in Portugal. Alle Anleger dachten an Lehmann und gerieten in Panik. Im Mai wollten die Börsianer noch den 10000er Gipfel im DAX stürmen, aber im Juli ging es massiv nach unten von 9833 Punkten hinunter bis 9407. Natürlich war das nicht das einzige Ereignis, dass den Aktienmarkt wanken ließ. In Europa wuchs die Angst vor Russland und immer mehr Sanktionen gegen Moskau wurden diskutiert und umgesetzt. In den Medien wurden Supermärkte in Russland gezeigt, die fast frei waren von Waren aus Deutschland. Und der dritte Faktor, der Angst auslöste, war der Bericht vom IFO-Institut. So lahmte auf einmal die Konjunktur in Deutschland selbst. Und gegen diese drei Nachrichten konnte sich keine positive Botschaft durchsetzen.
So sieht auch der Chart vom Juli aus wie ein Absturz, der im Laufe des Juli immer steiler wird, nur kurz unterbrochen von drei Bullenfallen. Als dann am 17. Juli das Flugzeug abgeschossen worden war, gab es im Markt kein Halten mehr. Vorher ging es noch vorsichtig nach unten, danach brachen alle Dämme. Und die Börsianer kamen im heißen Juli ins Schwitzen, weil alle Anlegermagazine rieten: Kaufen Kaufen Kaufen. Das sei eine Krise und es soll immer in der Krise gekauft werden. Wer aber Ende Juli seine Depots glatt stellen musste oder wollte, der konnte mit diesem Ratschlag nichts anfangen und machte ein großes Minus im DAX-Aktiendepot. Und obwohl die Fachleute von Renten abrieten, verkaufen Sie Ihre Bundesanleihen und kaufen Sie Aktien, die Realität sah genau umgekehrt aus. Die Renten stiegen genauso wie die Aktien gefallen sind. Und wer sich wohl im Jahr 2014 an die Börse wagen will, der sollte drauf achten ob es immer noch so ist. Renten und Aktien bewegen sich genau entgegengesetzt. In jedem Fall war es so den ganzen Juli 2014.

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