Gold im Juli 2014

Gold kannte im Juli nur einen Weg. Nach unten. Denn nach dem Juni und dem guten ersten Halbjahr war irgendwie die Luft raus beim Gold. Weihnachten 2013 hatte es einen Tiefpunkt beim Edelmetall gegeben und im ersten Halbjahr ging es langsam aber stetig nach oben. Ist der Juli nun die Trendwende. Gerade 2014 war aufgefallen, dass der Goldpreis auf Krisen wie Ukraine, MH 147 oder Irak überhaupt nicht reagiert hatte. Die Profis gehen davon aus, dass der Juli ein Warten auf die Kehrtwende ist. Denn die Produktionszahlen beim Gold würden auf steigende Kurse hinweisen. Und so tönte auch die Presse im Juli 2014. Aber die Realität sah anders aus. Fast jeden Tag wurde Gold billiger und fiel von 1329 auf 1282 Dollar pro Unze Gold. Und so rissen im Juli die positiven Nachrichten in Bezug auf Gold nicht ab, aber der Kurs sank und sank. So sind die Importzahlen für Gold in Indien weiter angestiegen, trotz der Importsteuer. Der Markt rechnet damit, dass jeden Tag die Importsteuer auf Gold fallen wird in Indien.
Die gekauften Mengen an Altgold sind weiter gefallen, auch ein Zeichen für höhere Goldkurse. Und was wirklich im Jahr 2014 Konsequenzen auf den Goldkurs hatte, das war die Zinsdiskussion. So sind wenn sich dort Bewegungen abzeichneten, Bewegungen im Goldchart zu sehen. Aber es passierte nichts. Zwar kündigten die Medien immer wieder Zinserhöhungen in den USA an, diese sind aber nie realisiert worden. In jedem Fall nicht im Juli 2014. Und so kann diese Diskussion, wann ist der Boden bei den Zinsen erreicht? Wann werden die Zinsen in den USA wieder erhöht werden müssen? Und so sinkt Gold einfach so lange weiter, bis die USA die Wirtschaft wieder mit den hohen Zinsen bremsen. Denn wenn das passiert, dann ist das ein unwiderlegbarer Beleg für den Aufschwung. Denn eine Regierung hebt nur die Zinsen an, wenn sie dadurch nicht die Wirtschaft im Land abwürgt. Und so haben die Börsianer das so gesehen, so lange die Amerikaner ihre Zinsen stabil halten, gibt es keinen Grund Gold zu kaufen. Gold ist kein Krisenmetall mehr. Also ist Gold die Alternative zu Renten und Aktien. Da diese aber im Juli 2014 gesucht sind, wird kein Gold gekauft, sondern eher verkauft. Der Erlös wurde in Renten und Aktien angelegt. Und solange die Zinsen in den USA nicht erhöht werden, solange gibt es auch keine Verluste bei den Zinspapieren.

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Eine Antwort zu Gold im Juli 2014

  1. E_Metaller schreibt:

    Meldungen zum physischen Goldmarkt haben den Preis in den letzten Wochen und Monaten seit Juli kaum beeindruckt. Nicht mal Nachrichten zur Indischen Festivalsaison haben für relevante Ausschläge nach oben gesorgt (Dazu der Blick auf den Goldkurs: http://www.goldpreis.de/Goldkurs-Aktuell ). Im Moment ist alles nur auf die Zinsspekulationen fixiert. Ein ziemlich trauriger Zustand wie ich finde. Man sehnt sich als Goldfan die Zinserhöhung schon fast ein wenig herbei, nur damit diese Diskussion ein Ende hat und der Goldpreis vielleicht auch mal wieder ein etwas Anderem beinflusst wird…

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